Payment Orchestration vs. Payment Gateway

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Payment Orchestration und Payment Gateways optimieren beide Transaktionen – doch welche Lösung ist die richtige für Ihr Unternehmen?

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Die Frustration der Kunden über den Zahlungsprozess in der heutigen digitalen Wirtschaft ist deutlich spürbar: 87% der Verbraucher äußern sich unzufrieden. Diese Unzufriedenheit verdeutlicht den anhaltenden Bedarf an schlankeren und effizienteren Zahlungssystemen.

Payment Gateways ermöglichen Händlern, ihren Kunden sichere Transaktionen und eine große Auswahl anzubieten – doch reicht das aus?

Hier kommt Payment Orchestration ins Spiel: ein revolutionärer Ansatz für die Zahlungsabwicklung, der veraltete und umständliche Systeme ersetzt und sämtliche Prozesse in einer einzigen, einheitlichen Benutzeroberfläche bündelt.

Wir werfen einen genaueren Blick auf Payment Gateways und Payment Orchestration, zeigen, wie sie den Umgang von Händlern mit Zahlungen verändern, und erläutern, welche Lösung besser für Ihr Unternehmen geeignet ist.

Was ist Payment Orchestration?

Herkömmliche Payment-Orchestration-Software wurde von Unternehmen zur Verwaltung unterschiedlicher Zahlungsdienste eingesetzt. Traditionell unterhielten Unternehmen Beziehungen zu mehreren Zahlungsanbietern, um die unterschiedlichen Zahlungsanforderungen verschiedener Kunden in mehreren Ländern zu erfüllen.

Moderne Payment-Orchestration-Plattformen optimieren hingegen den gesamten Zahlungsprozess. Dadurch benötigen Unternehmen nur noch eine Geschäftsbeziehung mit einem einzigen Zahlungsabwickler statt mit mehreren Zahlungsabwicklern. Moderne Payment Orchestrators arbeiten mit Banken auf der ganzen Welt zusammen und bieten zahlreiche wertvolle Dienste, damit Händler das Potenzial ihrer Zahlungen optimal ausschöpfen können.

Mittlerweile bieten sie deutlich mehr Funktionen, darunter die Auswahl von Zahlungsarten, intelligentes Zahlungsrouting, Betrugserkennung, Währungsumrechnung und Abstimmung.

Payment Orchestration unterstützt Händler bei der Verwaltung und Optimierung komplexer Zahlungen und bindet dabei die oben genannten Lösungen ein.

Zahlungen können anhand von Transaktionswert, Kosten, Währung, Zuverlässigkeit und Standort – und vor allem anhand der Kundenpräferenzen – an den jeweils besten Zahlungsdienstleister weitergeleitet werden. Der gesamte Zahlungsfluss wird über eine einzige Programmierschnittstelle verwaltet.

Vorteile von Payment Orchestration

Dank des breiten Lösungsangebots von Payment Orchestration profitieren Händler bei der Zusammenarbeit mit einem entsprechenden Anbieter von zahlreichen Vorteilen.

●    Höhere Konversionsraten6% der Kunden geben an, einen Kauf an der Kasse wegen fehlender Zahlungsoptionen abzubrechen. Ein Payment Orchestrator kann Händlern alternative Zahlungsmethoden anbieten, darunter Kredit- und Debitkarten, mobile Zahlungen, Online-Zahlungen und Banküberweisungen, um die Konversionsrate zu erhöhen.

●    Kostenoptimierung – Die Zahlungen werden an den kostengünstigsten Zahlungsanbieter weitergeleitet, um die Kosten der Zahlungsabwicklung, beispielsweise Transaktionsgebühren, zu senken.

●    Skalierbarkeit– Payment Orchestrators verfügen über die Infrastruktur, um bei wachsendem Geschäftsvolumen variabel, saisonal oder dauerhaft große Transaktionsvolumina zu verarbeiten. So können Händler ihr Geschäft skalieren.

●    Höhere Zahlungserfolgsquoten – Die Software überwacht Zahlungserfolgsquoten in Echtzeit, sodass Händler Zahlungsprobleme schnell erkennen und beheben können.

●    Flexibilität –Die robuste Programmierschnittstelle kann verschiedene Lösungen wie Zahlungsrouting und Währungsumrechnung in den effizienten Payment-Stack des Händlers integrieren.

Interne Abbildung 1	Infografik zu den Vorteilen von Payment Orchestration

Was ist ein Payment Gateway?

Ein Payment Gateway ist eine Infrastruktur, über die Unternehmen Zahlungen per Debit- oder Kreditkarte online oder vor Ort akzeptieren können.

Es bildet die Schnittstelle zwischen dem Point-of-Sale-System und einem Zahlungsabwickler und ermöglicht den Geldtransfer zwischen der Bank des Kunden und dem Händlerkonto. Zahlungen werden autorisiert und verarbeitet, indem die vertraulichen Zahlungsdaten sicher zwischen Kunde, Händler und Zahlungsabwickler übertragen werden.

Sobald ein Kunde eine Transaktion initiiert hat, erfasst das Payment Gateway die Zahlungsinformationen des Kunden sicher, um dessen vertrauliche Daten zu schützen, und leitet sie zur Verarbeitung und Überprüfung an den Zahlungsabwickler weiter. Nach der Genehmigung der Zahlung sendet das Payment Gateway eine Bestätigung an den Händler und den Kunden zurück. Damit ist die Transaktion abgeschlossen.

Vorteile von Payment Gateways

Payment Gateways sind ein zentraler Bestandteil eines umfassenden Zahlungsökosystems.

Sie sind nicht nur für den Transaktionsprozess unerlässlich, sondern bieten Händlern auch viele weitere Vorteile:

●    Auswahl an Zahlungsmethoden– Die meisten Payment Gateways bieten und unterstützen verschiedene Zahlungsoptionen – von traditionellen Methoden wie Bankkarten bis hin zu neuen Zahlungsmethoden wie E-Wallets – und berücksichtigen damit die bevorzugte Zahlungsmethode der Kunden.

●    Sichere Transaktionen – Um PCI DSS und andere Sicherheitsstandards einzuhalten, schützen Gateways die Zahlungsdaten von Karteninhabern durch Verschlüsselung und Tokenisierung vor Betrug und Cyberbedrohungen. Dies ist wichtiger denn je, da der prognostizierte Zahlungsbetrug bis 2027 auf $40.62 billion steigen wird.

●    Benutzererlebnis –Seiten zur Zahlungsautorisierung im Checkout können an das Branding des Händlers angepasst werden, um ein rundum besseres Kundenerlebnis zu ermöglichen.

●    Einfache Integration – Payment Gateways lassen sich in der Regel problemlos in die meisten E-Commerce-Plattformen integrieren, sodass Händler schnell und einfach Zahlungen akzeptieren können.

Interne Abbildung 2	Infografik zu den Vorteilen eines Payment Gateways

Gemeinsamkeiten von Payment Orchestration und Payment Gateways

Die zentrale Gemeinsamkeit von Payment Gateways und Payment Orchestration besteht darin, dass beide Händler effektiv bei der Zahlungsabwicklung unterstützen. Die jeweilige Vorgehensweise unterscheidet sich jedoch geringfügig.

Payment Gateways verarbeiten Zahlungen und übertragen Zahlungsinformationen zwischen dem Zahlungsanbieter, der kartenausgebenden Bank und der Acquiring-Bank.

In den meisten Fällen benötigen Händler mehrere Gateways, um unterschiedliche Zahlungsmethoden und Regionen abzudecken. Größere E-Commerce-Unternehmen benötigen beim Eintritt in neue Märkte und Regionen noch mehr Zahlungsanbieter.

Payment-Orchestration-Software vereint, verwaltet und optimiert mehrere Zahlungsdienstleister und Payment Gateways auf einer zentralen Plattform.

Beide verfolgen dasselbe Ziel: die Abwicklung einer Zahlung. Payment Orchestrators verarbeiten eine Transaktion jedoch mit einem schlankeren Ansatz und bieten dabei mehr Funktionen.

Unterschiede zwischen Payment Orchestration und Payment Gateways

Obwohl sowohl Payment Gateways als auch Payment Orchestrators für das Zahlungsökosystem von entscheidender Bedeutung sind, gibt es wesentliche Unterschiede bei ihren Funktionen.

Payment Gateways stützen sich in der Regel auf einen einzigen Zahlungsabwickler und überprüfen bei der Durchführung von Zahlungstransaktionen die vertraulichen Daten des Kunden. Moderne Payment-Orchestration-Systeme hingegen entwickeln die einfache Zahlungsabwicklung zur Zahlungsoptimierung weiter.

Eine Payment-Orchestration-Plattform ist in der Regel flexibler und ermöglicht es Unternehmen, ihre Zahlungsinfrastruktur an eine globale Expansion, neue Kunden, Verbraucheranforderungen und zusätzliche Zahlungsarten anzupassen. Gateways sind dazu nicht in der Lage und unterstützen lediglich einen einzelnen Zahlungsanwendungsfall.

Orchestrators sind häufig stärker integriert und optimiert, wodurch Händler und ihre Kunden bessere Ergebnisse erzielen können.

Wie entscheidet man, welche Lösung eingesetzt werden sollte?

Ob sich ein Händler für ein Payment Gateway oder ein Payment-Orchestration-System entscheidet, sollte von den geschäftlichen Anforderungen, Prioritäten und betrieblichen Erfordernissen des Unternehmens abhängen.

Bei dieser wichtigen Entscheidung sollte sich ein Händler die folgenden Fragen stellen.

Wünschen Sie einen einfachen Integrationsprozess?

Die Integration von Payment Gateways kann typischerweise eine Programmierschnittstelle sowie Programmieraufwand umfassen.

Payment-Orchestration-Plattformen bieten dagegen einen wesentlich einfacheren Integrationsprozess, über den Unternehmen mittels einer einzigen Schnittstelle eine Verbindung zu mehreren Zahlungsabwicklern und Gateways herstellen können.

Welches Wachstum wird erwartet?

Gateways eignen sich besser für kleine und mittlere Unternehmen mit niedrigem bis mittlerem Transaktionsvolumen.

Wenn ein Händler seine Zahlungsaktivitäten skalieren möchte, können mehrere Payment Gateways erforderlich sein. In diesem Fall bietet sich Payment Orchestration an, die sich ideal für schnell wachsende Unternehmen mit höheren Transaktionsvolumina eignet.

Welche Zahlungsoptionen wünschen Ihre Kunden?

Ein Payment Gateway unterstützt eine begrenztere Anzahl traditioneller Zahlungsmethoden, beispielsweise Kreditkartenzahlungen.

Payment Orchestrators bieten Kunden hingegen ein breites Spektrum an Zahlungsoptionen – von mobilen und elektronischen Zahlungen bis hin zu Banküberweisungen und E-Wallets.

Führen Sie ein Händlerkonto mit hohem Risiko?

Payment Gateways bieten grundlegende Sicherheitsfunktionen wie SSL-Verschlüsselung und Betrugserkennung.

Payment-Orchestration-Systeme fungieren jedoch häufig zugleich als Anbieter für das Betrugsmanagement und bieten erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, Tokenisierung und Betrugsüberwachung in Echtzeit, um Risiken für Händler und Kunden zu minimieren.

Sind Anpassbarkeit und Flexibilität wichtig?

Es ist wichtig zu beachten, dass die von Payment Gateways angebotenen Frontend-Anpassungsmöglichkeiten begrenzt sein können. Händler haben nur wenig Kontrolle über die Zahlungsabwickler, und die Funktionen werden häufig von den Gateways selbst vorgegeben.

Ein Payment Orchestrator ermöglicht Händlern, aus mehreren Zahlungsanbietern auszuwählen und den Zahlungsfluss vollständig auf die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens zuzuschneiden. Händler können außerdem eigene Regeln für das Routing von Transaktionen anhand von Variablen wie Kosten und Verfügbarkeit erstellen.

Basieren Geschäftsentscheidungen auf Daten und Analysen?

Payment Orchestration bietet fortschrittliche Berichts- und Analysefunktionen, die zur Optimierung der Zahlungsprozesse des Händlers und zur Verbesserung der finanziellen Performance beitragen.

Payment Gateways bieten dagegen nur begrenzte Berichtsfunktionen und kaum Analysen.

Fazit

Das Verständnis der Unterschiede zwischen Payment Orchestration und Payment Gateways ist für die Optimierung Ihrer Zahlungsstrategie entscheidend.

Payment Orchestration bietet eine einheitliche und effiziente Lösung für die Verwaltung komplexer Zahlungsprozesse, steigert die Konversionsraten und senkt die Kosten.

Payment Gateways hingegen ermöglichen eine sichere und unkomplizierte Transaktionsabwicklung, bieten jedoch möglicherweise nicht die für wachsende Unternehmen erforderliche Flexibilität.

Welche dieser Optionen Sie wählen, hängt von Ihren geschäftlichen Anforderungen, Wachstumserwartungen und Kundenpräferenzen ab. Durch die proaktive Integration der richtigen Zahlungslösungen können Sie nahtlose, erstklassige Zahlungserlebnisse bereitstellen, die Kundenzufriedenheit sicherstellen und Ihren Geschäftserfolg vorantreiben.

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